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Hansestadt Rostock - Das Tor zur Ostsee

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Auf einen Blick

Petrikirche Rostock
Blick auf die Petrikirche in Rostock

Die Hansestadt Rostock ist mit über 200.000 Einwohnern und einer Fläche von 181,44 km² gleich in zweilerei Hinsicht die größte Stadt des Landes Mecklenburg-Vorpommern. Sie wird auch als heimliche Landeshauptstadt bezeichnet, da sie mehr als doppelt so viele Einwohner wie Schwerin besitzt und auch kulturell sowie wirtschaftlich eine dominierende Rolle im ganzen Land einnimmt. Das Wappen der kreisfreien Stadt zeigt oben einen schreitenden goldenen Greif mit roter Zunge auf einem breiten, horizontal verlaufenden blauem Streifen und wird dann mit zwei ebenfalls horinzontal breiten Streifen, der mittlere in Silber, der unterste in Rot, abgeschlossen. Rostock hat aktuell das KFZ-Kennzeichen "HRO". Die Stadt untergliedert sich in 21 Stadtteile, deren Postleitzahlbereiche von 18001 bis 18181 reichen. Die Bevölkerungsdichte von Rostock beträgt derzeit 1108 Einwohner pro Quadratkilometer.

Über eine 20 km lange Strecke verläuft die Warnow durch die Hansestadt und mündet schließlich im bekannten Stadtteil Warnemünde in die Ostsee.

Geschichte

Rostock wurde im Jahr 1218 gegründet. Die Herkunft des Namens stammt aus dem slawischen "Roztoc", was soviel bedeutet wie auseinanderfließender Fluss. Am Platz, wo die heutige Petrikirche steht, bezogen zur damaligen Zeit Kaufleute und Handwerker die Gegend und machten ihn zu einem bedeutenden Handelsplatz.
Dieser Platz nannte sich Roztoc, der im Jahre 1265 mit weiteren entstandenen Teilstädten vereinigte und diesen Namen behielt.

Ende des 14. Jahrhunderst gehörte die Stadt zu einer der ersten und einflussreichsten Hansestädte mit 12000 Einwohnern. Neben Schiffbau, Handwerk und Handel entstehen auch die gotischen Backsteinkirchen, Klöster, das Rathaus, die Stadttore, Hospitäler. Im Jahr 1419 wurde die Universität der Hansestadt Rostock eröffnet.

Mitte des 15. Jahrhunderts hielt die Industrialisierung Einzug und verhalf der Stadt zu neuem Aufschwung. Der erste Schraubendampfer Deutschlands entsteht auf der Werft Tischbein und Zeltz. Entlang der Ostseeküste hat Rostock die größte Flotte an Schiffen, die hauptsächlich vom Export von Getreide lebt. Aufgrund des Bevölkerungszuwachses auf 30000 Einwohner dehnt sich die Stadt über die Grenzen der Stadtmauer aus.

Neben der Lebensmittelproduktion hielt auch die chemische Industrie Einzug, die über die Grenzen Deutschlands ihre Produkte lieferte.
Auch der Schiffbau erlangte in der neu gegründeten Neptun Werft AG neues Ansehen.

In der Weimarer Republik begann in Rostock der Flugzeugbau. Bereits 1942 lag die Einwohnerzahl bei 135000. Die Rüstungsindustrie war im vollen Gange. Auch in Warnemünde endete die strenge Badeordnung. Sie beinhaltete die Trennung von Männern und Frauen beim Baden.
Die in Rostock produzierten Flugzeuge fügten in Europa während des zweiten Weltkriegs große Schäden zu. Im Gegenzug wurde Rostock Ziel amerikanischer und britischer Bomben. Während der Bombenangriffe fanden Hunderte Menschen den Tod, fast die Hälfte der Wohnungen sowie historische Gebäude wurden zerstört.

Warnemünde
Blick über den alten Strom auf die Hafeneinfahrt Warnemünde.

Nach dem Zeiten Weltkrieg erholte sich Rostock langsam von den Zerstörungen des Krieges. Die 1946 gebaute Warnowwerft in Warnemünde wird zur größten Werft in der DDR. 1960 wird der Rostocker Seehafen eröffnet. Bis zur Wende wächst die maritime Wirtschaft in Rostock und Warnemünde, die überwiegend aus Hochseeschifffahrt und Seeverkehr besteht.
Im Jahr 1987 leben in Rostock mehr als 250000 Einwohner.

Mit der Wende 1989 verschwinden viele Betriebe, so auch die Neptun Werft in Rostock. 1990 wird die Stadt wieder Hansestadt Rostock genannt. 1994 erhält die Petrikirche ihre im Krieg zerstörte Spitze zurück.

Der größte Teil der Bevölkerung von Rostock lebt im westlichen Teil der Hansestadt, während sich im östlichen Teil überwiegend Industrie, so auch der Seehafen, angesiedelt hat. "Geteilt" wird die Hansestadt nur durch die Warnow, die vom Süden der Stadt Richtung Norden in die Ostsee mündet. Sie grenzt im Norden an die Ostsee, im Osten, Süden und Westen an den Landkreis Doberan.

Im Jahr 2005 lebten etwa 199000 Menschen in Rostock. Die Fläche beträgt 18144 ha. Der Stadtmittelpunkt liegt 13 Meter über NN. Erreichbar ist Rostock über den Seeweg, den Schienenweg, und die Autobahnen A19 und A20 sowie über Bundes und Landstraßen. Der Flughafen Rostock-Laage liegt etwa 15 Minuten mit dem Auto südöstlich von Rostock an der Bundesstraße 103.

Zuletzt überarbeitet von der Wetterredaktion am 19.03.2012 - 20:20

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